Die Entwicklung des Moto Cross Sports in Fürstlich Drehna
Aufnahmeantrag als PDF


Die Anfänge gehen in die Mitte der 40er Jahre zurück. Dorffeste mit Geschicklichkeitsfahren und Kunststücke auf selbst zusammengebauten Maschinen begeisterten die Dorfbewohner und Schaulustigen aus den umliegenden Orten. Die Begeisterung war groß, es wollten immer mehr mitmachen und Rennen fahren.

Am 10. Juli 1955, fast auf den Tag genau mit dem Weltmeisterschaftslauf im Jahr 2000, gab es die erste Moto Cross Veranstaltung "Rund um den Mühlberg". So etwas zog die Massen an, Motorradrennen, zu einer Zeit, wo noch nicht jeder ein Fahrrad hatte. Die Besucher strömten herbei, Fürstlich Drehna stand im Mittelpunkt der Region. Ernst Wolff (sen.) mit seinen Helfern organisierte, baute die Strecke und trainierte mit seinem Sohn. Er war der geistige Vater dieser traditionsreichen Moto Cross Strecke. Sein Tod im Jahr 1974 unterbrach die Aktivitäten am Mühlberg.

Mit der Gründung des jetzigen Clubs im Jahr 1979 wurde die Tradition wieder belebt. Mit dem gleichen Ansturm von Zuschauern ging das motorsportliche Leben weiter. Die Rennstrecke am Mühlberg wurde weiter ausgebaut. Ernst Wolff (jun.), bekannt durch die Erfolge im Moto Cross Sport und Rennbootsport, begann seine Organisationserfahrungen am Mühlberg einzubringen. Er war noch aktiv im Rennsport, trainierte die Jugend und bald schon seinen Sohn Torsten, einen der erfolgreichsten Moto Cross Piloten.

Ab 1978 stand er dem dem MC Fürstlich Drehna als Organisationsleiter zur Verfügung. Seine 30jährige Erfahrung wurde der Jugend im harten Training weitergegeben. Die jährlichen Rennen rund um den Mühlberg hatten auch wegen der ausgezeichnet präparierten Strecke immer gute Zuschauerzahlen. Der MC Fürstlich Drehna war auch im Ort eine wichtige gesellschaftliche Säule. Verkehrsteilnehmerschulungen, Fahrzeugüberprüfungen, gemeinsame Ausfahrten und Vergnügen mit den Dorfbewohnern sicherten einen guten Zuspruch.

Die politische Wende 1989 hielt den MC Fürstlich Drehna nicht auf. Schnell stellte man sich auf die neuen Möglichkeiten ein. Bessere Technik brachte neue Möglichkeiten. Die Strecke bekam ein neues Gesicht. Zuschauerhänge, Sprunghügel und internationale Streckenmaße ließen den Club auf hohe Aufgaben hoffen. Ehrenamtliche Arbeit von heute 68 Mitgliedern, der Hilfe der Mehrzahl der Dorfbewohner und vieler Motorsportbegeisterter machten Mut. Seit der politischen Wende gab es jährlich eine Prädikatsveranstaltung, darunter auch drei Inter DM Veranstaltungen. Die bisher größte Herausforderung war die Bewerbung um einen Weltmeisterschaftslauf.

Es gelang. Mit der Unterstützung vieler Helfer aus Politik, Wirtschaft und Sport konnte diese Aufgabe übernommen werden. Die Unterstützung half neue Kräfte zu moblisieren und gute Wettkampfbedingungen zu schaffen.